Aravindh Chithambarams Eröffnungsrepertoire ist genau das, was man von einem kreativen, kämpferischen Großmeister erwartet: kampflustig als Schwarzer und herrlich unorthodox als Weißer. Er ist ein Spieler, dem es weit mehr darum geht, Stellungen zu erreichen, die er versteht, als das Auswendiglern-Wettrüsten zu gewinnen — seine Eröffnungswahl ist darauf ausgelegt, schwere Theorie zu umgehen und jede Partie in einen echten Ideenwettstreit zu verwandeln. Hier ist die Tour.
Als Schwarzer: die Sizilianische Verteidigung
Aravindhs Markenzeichen mit den schwarzen Steinen ist die Sizilianische Verteidigung — die kampflustigste Antwort auf 1.e4 im gesamten Schach. Während eine solide Remis-Waffe nur darauf abzielt, Weiß zu neutralisieren, kämpft die Sizilianische von Zug eins an um den vollen Punkt, indem sie eine unausgeglichene Bauernstruktur erzeugt. Das passt perfekt zu Aravindh: Er will Gewinnchancen, und er vertraut seiner Rechenkunst in den daraus entstehenden Komplikationen.
Die Stellung oben ist die große Kreuzung der Offenen Sizilianischen, und genau in einem solchen zweischneidigen Schlachtfeld blühen seine Instinkte auf. Von hier aus kann Schwarz in messerscharfe Linien voller gegenseitiger Angriffschancen verzweigen — genau das Chaos, dem sich Aravindh gewachsen fühlt. Wenn er mit Schwarz einen Sieg braucht, ist das seine Heimat.
Als Weißer: der Königsindische Angriff
Hier wird es bei Aravindh interessant. Statt sich immer in den angesagtesten Hauptvarianten von 1.e4 oder 1.d4 zu schlagen, greift er häufig zum Königsindischen Angriff — einem universellen, theoriearmen System, bei dem Weiß einen flexiblen Aufbau errichtet (Sf3, g3, Lg2, d3 und später ein e4-Vorstoß) und ihn gegen viele verschiedene schwarze Verteidigungen ausrollen kann. Es geht weniger um ein erzwungenes Theorieduell als vielmehr darum, ein reichhaltiges Mittelspiel zu erreichen und den Gegner einfach auszuspielen.

Als Weißer: der Nimzowitsch-Larsen-Angriff (1.b3)
Für maximalen Überraschungseffekt hat Aravindh sogar den Nimzowitsch-Larsen-Angriff eingesetzt und mit dem ungewöhnlichen 1.b3 eröffnet. Der Sinn dahinter ist pure Kreativität: den Damenläufer fianchettieren, die lange Diagonale kontrollieren und eine frische Stellung erreichen, in der tiefe Hausvorbereitung fast nichts zählt. Gegen Elitegegner, die mit computergeprüften Dateien bewaffnet sind, sie von Anfang an zum eigenständigen Denken zu zwingen, ist ein cleverer, sehr Aravindh-typischer Schachzug.
Die Familie der Flankeneröffnungen
Der Königsindische Angriff und der Nimzowitsch-Larsen-Angriff gehören zur selben übergeordneten Philosophie wie andere flexible Flankensysteme — Eröffnungen, die zunächst die Figuren entwickeln und das Zentrum erst später festlegen, wodurch das Spiel in Weißens eigener Hand bleibt. Wenn du diese Familie erkunden willst, sind zwei großartige Ausgangspunkte die Réti-Eröffnung (1.Sf3 mit frühem c4 und g3) und die Englische Eröffnung (1.c4). Beide teilen Aravindhs Leitidee: das Spiel von den Flügeln aus kontrollieren, der schärfsten Theorie ausweichen und Mittelspielverständnis statt Auswendiglernen belohnen.
Das verbindende Thema
Erkennst du das Muster in allem oben? Aravindhs Repertoire ist darauf ausgelegt, Kreativität zu maximieren und stures Auswendiglernen zu minimieren. Als Schwarzer wählt er die Sizilianische, eine Eröffnung, die auf Sieg spielt und die Stellung reichhaltig hält. Als Weißer setzt er auf flexible, überraschende Systeme — den Königsindischen Angriff, den Nimzowitsch-Larsen-Angriff —, die Gegner aus ihrer Vorbereitung und in einen fairen Kampf lenken. Es ist ein Repertoire, entworfen von und für einen Spieler, der Menschen lieber ausspielen als aus-auswendiglernen will.
Willst du sehen, wie diese Linien für Feuerwerk sorgen? Schau bei seinen besten Partien vorbei, oder lies, wie das Repertoire zu seinem Ansatz passt, in seinem Spielstil.
FAQ
Welche Eröffnung spielt Aravindh Chithambaram als Schwarzer? Am charakteristischsten die Sizilianische Verteidigung gegen 1.e4 — die kampflustigste Antwort im Schach, die die Stellung unausgeglichen hält und auf Sieg spielt.
Was spielt Aravindh als Weißer? Er ist ein kreativer, flexibler Spieler. Neben prinzipientreuem Hauptvarianten-Schach mag er Überraschungssysteme wie den Königsindischen Angriff und sogar den ungewöhnlichen Nimzowitsch-Larsen-Angriff (1.b3).
Warum spielt Aravindh ungewöhnliche Eröffnungen? Um schwere Computervorbereitung zu umgehen. Indem er früh frische Stellungen erreicht, zwingt er Gegner zum eigenständigen Denken — das macht die Partie zu einem Test der Kreativität am Brett, einer seiner größten Stärken.
Kann ein Anfänger Aravindhs Eröffnungen spielen? Auf jeden Fall. Die Sizilianische, der Königsindische Angriff, die Réti und die Englische sind allesamt gängige, gut dokumentierte Eröffnungen — unsere Eröffnungsguides oben sind ein großartiger Einstieg, und besonders die Flankensysteme gelten als bekannt anfängerfreundlich.
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