Endspiele · Anfänger

Die Grundmatts, die du kennen musst

Die Grundmatts, die jeder Spieler braucht: König und Dame, König und Turm, zwei Läufer sowie Läufer und Springer. Hier erfährst du, was jedes einzelne ist und wie schwer es ist.

Die Grundmatts sind die Handvoll erzwungener Mattbilder, die du allein mit deinem König plus ein wenig Material gegen einen einsamen gegnerischen König aufs Brett bringen kannst. Die vier, die du kennen musst, sind König + Dame, König + Turm, zwei Läufer und Läufer + Springer — ungefähr in dieser Reihenfolge des Schwierigkeitsgrads. Lerne die ersten beiden im Schlaf: Sie entscheiden jede Woche echte Partien.

Hier kommt die Tour: was jedes Matt ist, wie der König dabei immer mitspielt und welches dir Albträume bereiten wird.

Die Spickzettel-Version

  • König + Dame — am leichtesten. Den gegnerischen König in eine Ecke einsperren.
  • König + Turm — einigermaßen leicht. Den König per „Treppentechnik” an den Rand drängen.
  • Zwei Läufer — mittel. Den König in eine beliebige Ecke treiben.
  • Läufer + Springer — am schwersten. Den König in eine bestimmte Ecke zwingen.
  • König allein/mit Springer/mit Läufer — kann gar nicht mattsetzen. Zu wenig Kraft.

Was sind die Grundmatts im Schach?

Schachmatt bedeutet: Der gegnerische König steht im Schach und hat keinen legalen Ausweg. Bei einem fast leeren Brett stolperst du da nicht einfach so rein — du musst den einsamen König erst zum Rand oder in die Ecke treiben und dann den entscheidenden Schlag setzen. Jedes Grundmatt funktioniert nach demselben Prinzip: Dein König und deine zusätzliche(n) Figur(en) arbeiten zusammen und schrumpfen den Raum des gegnerischen Königs, bis er nirgendwo mehr stehen kann.

Die goldene Regel bei allen diesen Mattbildern: Der einsame König kann niemals in der Brettmitte mattgesetzt werden. Da ist einfach zu viel Platz. Du musst ihn an den Rand drängen (bei Dame- und Turmmatt) oder ganz in eine Ecke (bei zwei Läufern und bei Läufer+Springer). Genau dieses Treiben ist die eigentliche Aufgabe.

Wie setzt man mit König und Dame matt?

Das ist das freundlichste aller erzwungenen Mattbilder und dasjenige, das du zuerst lernen solltest. Die Dame ist so stark, dass du mit ihr vor allem eine unsichtbare Box um den gegnerischen König baust und diese Box Schritt für Schritt verkleinerst, bis der König am Rand gefangen ist. Dein eigener König rückt derweil vor, um das entscheidende Matt zu unterstützen.

Matt mit König und Dame: Schwarz ist schachmatt. Die Dame kontrolliert von e7 aus das Feld e8, und der weiße König deckt die Fluchtfelder.

Die einzige echte Gefahr heißt Patt: Wenn du den König mit deiner Dame bedrängst, er aber keinen legalen Zug mehr hat und nicht im Schach steht, endet die Partie remis — und du hast den Sieg verschenkt. Die sichere Box-Methode erklären wir Feld für Feld auf der Seite König und Dame gegen König.

Wie setzt man mit König und Turm matt?

Einen Tick schwerer, weil der Turm Felder nicht so flexibel kontrollieren kann wie die Dame — dein König muss also mehr Arbeit übernehmen. Die Technik heißt „Treppe” oder „Leiter”: Der Turm schneidet eine Reihe oder Linie ab, dein König rückt vor, um dem gegnerischen König die Opposition zu nehmen, und so drängst du den einsamen König Reihe für Reihe an den Rand.

Matt mit König und Turm: Der Turm gibt Schach auf der 8. Reihe, die Könige stehen sich direkt gegenüber. Kein Entkommen.

Das Mattbild ist ein Klassiker: Die beiden Könige stehen sich direkt gegenüber, ein Feld liegt dazwischen, und der Turm gibt Schach auf der Grundreihe. Der gegnerische König kann nicht auf deinen König zugehen (Könige dürfen sich nie berühren), nicht zur Seite ausweichen (er steht ja noch auf der Schachreihe) und nicht nach vorne fliehen (er ist bereits am Rand). Die komplette Methode findest du auf der Seite König und Turm gegen König.

Welches Grundmatt ist am schwersten?

Ganz klar das Matt mit Läufer und Springer. Es ist das einzige Grundmatt, das du nicht in jeder beliebigen Ecke erzwingen kannst — du musst den gegnerischen König in eine Ecke treiben, die zur Farbe deines Läufers passt. Mit einem hellfeldrigen Läufer setzt du nur in einer hellen Ecke matt. Diese zusätzliche Einschränkung, dazu die 50-Züge-Regel im Nacken, macht dieses Matt zum legendären Endgegner unter den Grundmatts. Die meisten Vereinsspieler brauchen es nie — aber wer es hinbekommt, hat sich einen echten Flex verdient. Die Technik erklären wir auf der Seite Matt mit Läufer und Springer.

Das Matt mit zwei Läufern liegt dazwischen: auch ein Eckenmatt, aber leichter, weil die beiden Läufer Felder beider Farben kontrollieren — da reicht jede beliebige Ecke.

Womit kann man gar nicht mattsetzen?

Gut zu wissen, damit du keine Energie verschwendest (oder aus Versehen einem aussichtslosen Abtausch zustimmst):

  • König allein — kann natürlich niemanden mattsetzen.
  • König + ein Springer — Matt lässt sich nicht erzwingen. Zu wenig Kontrolle.
  • König + ein Läufer — ebenfalls nicht erzwingbar.
  • König + zwei Springer — lässt sich trotz des Materialvorteils nicht erzwingen (ein umsichtiger Verteidiger hält remis). Eine berühmte Kuriosität!

In all diesen Fällen greift irgendwann die Regel: Wenn 50 Züge lang kein Bauer zieht und keine Figur geschlagen wird, kann jede Seite Remis beanspruchen. Wenn du das Matt also nicht erzwingen kannst, hält sich der einsame König.

Ein bisschen Schachgeschichte ♟️

Dass zwei Springer kein Matt erzwingen können, fasziniert Schachspieler seit Jahrhunderten. Läufer und Springer können mattsetzen, zwei Läufer können mattsetzen — tauschst du aber einen Läufer gegen einen zweiten Springer, löst sich das Matt in Remis auf. Der Grund ist subtil: Ein einzelner Springer kann dem König kein Fluchtfeld nehmen, ohne ihm anderswo Luft zu verschaffen. Der Analytiker A. A. Trojzki verbrachte im 19. Jahrhundert Jahre damit, die seltenen Ausnahmen zu kartieren (wenn noch ein gegnerischer Bauer auf dem Brett steht). Für die Praxis gilt aber: zwei Springer = kein Matt. Merk dir das.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

  • Den einsamen König patt setzen. Die klassische Tragödie — mehr dazu unter was ist Patt. Prüfe vor jedem Schach, ob der gegnerische König wirklich noch ein Feld hat oder ob du gerade tatsächlich mattsetzt.
  • Den eigenen König vergessen. Keines dieser Mattbilder funktioniert allein mit der Hilfsfigur. Dein König muss mit nach vorne marschieren und den Angriff unterstützen.
  • Den König beim Läufer-Springer-Matt in die falsche Richtung treiben. Drängst du ihn in die falsche Ecke, kannst du dort nicht mattsetzen — du musst ihn in die Ecke der richtigen Farbe treiben.
  • Gedankenlos in „König + zwei Springer” abtauschen, weil man es für gewonnen hält. Gegen genaue Verteidigung ist das remis. Vereinfache nicht in diese Stellung hinein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Grundmatts sind König+Dame, König+Turm, zwei Läufer und Läufer+Springer.
  • Alle funktionieren, indem du den einsamen König an den Rand oder in die Ecke treibst — durch das Zusammenspiel von König und Figur.
  • Dame- und Turmmatt sind Pflicht — lerne sie zuerst.
  • Läufer + Springer ist am schwersten (die Ecke muss zur Läuferfarbe passen); zwei Springer können überhaupt kein Matt erzwingen.

Weiter geht’s

Theorie ist schön und gut, aber diese Mattbilder lernst du, indem du sie Zug für Zug selbst durchspielst. Starte mit dem leichtesten.

➡️ Als Nächstes: Matt mit König und Dame gegen König · Dann König und Turm gegen König, zwei Läufer und der Endgegner Läufer und Springer. Neu hier? Starte beim Endspiel-Hub.


Geschrieben und faktengeprüft vom Redaktionsteam der Chess Lab Academy (KI-unterstützt, von Menschen redigiert) · Stellungen mit Stockfish 17 verifiziert, Regeln anhand der FIDE-Schachregeln geprüft · Letzte Überprüfung: 25.07.2026 · Quellen · So verifizieren wir Inhalte.

Über diese Lektion — Das Redaktionsteam der Chess Lab Academy recherchiert, schreibt und prüft jede Lektion. Die Inhalte entstehen mit KI-Unterstützung, und jede schachliche Behauptung wird vor der Veröffentlichung überprüft — mehr dazu in unserer Methodik. Unsere Methodik lesen →
Verifizierung — engine-geprüft (Stockfish 17) + Regeln nach den FIDE-Schachregeln · Zuletzt geprüft 25. Juli 2026
Aufgaben — from the Lichess open database (CC0), each engine-verified at the source.
Samurai Warlords Chess
Samurai Warlords ChessLive-3D-Schach mit Skins & Belohnungen
Zur App